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Glasfaser-Direktanschlüsse für Schulen, Wohnzimmer und Wirtschaftsunternehmen

Freitag, 10. Januar 2020

Unstrut-Hainich-Kreis und Thüringer Netkom investieren bis 2022 rund 13 Mio. Euro für Glasfaserausbau im Landkreis 

Mühlhausen. Mit der Unterzeichnung des Ausbauvertrages haben heute der Unstrut-Hainich-Kreis und die Thüringer Netkom GmbH den Start für den Aufbau eines Glasfasernetzes zur Breitbandkommunikation im Landkreis vertraglich besiegelt. Den Zuschlag für den Bau des Glasfasernetzes hatte die Thüringer Netkom GmbH aus Weimar nach einem mehrere Monate dauernden Ausschreibungsverfahren bekommen - insgesamt 12,839 Mio. Euro können jetzt in den Netzausbau investiert werden. Bis 2022 sollen unter anderem rund 600 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. 

Kupfer-DSL-Technik hat ausgedient
Rund 1.500 Haushalte, 89 Unternehmen und Betriebe sowie 60 Schulen erhalten damit Zugang zu leistungsfähiger Breitbandkommunikation auf Glasfaserbasis. Alle neuen Anschlüsse werden dabei von der Thüringer Netkom als Glasfaserverbindungen direkt in die Gebäude und Wohnungen gelegt. Alte Kupfer/DSL-Technik kommt im Zuge dieses Erschließungsprojektes ausdrücklich nicht mehr zum Einsatz. Damit sind für alle Kunden - auch in privaten Haushalten - Bandbreiten bis 1 Gigabit/s sicher verfügbar.

Landrat Harald Zanker sagte zur Vertragsunterzeichnung: „Wir haben für die unerlässlichen Fördergelder zum Glasfaserausbau lange gekämpft. Aber dieser geduldige lange Atem mit einer fast zweijährigen Ausschreibungsphase war notwendig. Denn gerade der ländliche Raum braucht unbedingt Zugang zu leistungsfähigem Breitband für schnelle DSL-Internetverbindungen, um attraktiv zu bleiben für Wirtschaftsunternehmen und natürlich auch für die Einwohner der Gemeinden im Landkreis. Ohne diese Standortvorteile bei der Infrastruktur in Sachen Breitband wird man als Region heute sonst abgehängt.“    

„Die Thüringer Netkom konnte in allen Ausschreibungen des Gesamtvorhabens zum Aufbau des Glasfasernetzes im Landkreis Unstrut-Hainich überzeugen“, freut sich Karsten Kluge, Geschäftsführer der Thüringer Netkom GmbH. „Wir sind zudem im Unstrut-Hainich Kreis ja kein unbeschriebenes Blatt. Bereits seit 2010 errichtet die Thüringer Netkom in Einzelprojekten Glasfaserstrukturen für Breitbandkommunikation im Landkreis. Seitdem wurden schon 65 Orte mit Glasfaser versorgt, auch die Städte Mühlhausen und Bad Langensalza konnten von der Thüringer Netkom in Zusammenarbeit mit den örtlichen Stadtwerken mit Glasfaseranschlüssen erschlossen werden.“

Fördermittel von Bund und Land ermöglichen Finanzierung
Die Antragstellung für die Fördermittel hat die Landratsverwaltung des Unstrut-Hainich-Kreises - konkret mit der Projektleiterin Grit Weidenbach - übernommen. Aus dem Bundesförderprogramm Breitband fließen so 7,689 Mio. Euro, die Thüringer Landesförderung betrug nochmal 4,923 Mio. Euro. Der Förderscheck des Landes war noch im Dezember vorigen Jahres von Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee an Landrat Harald Zanker übergeben worden.  
Bis zur kompletten Fertigstellung wird mit einer Bauzeit von rund drei Jahren gerechnet - der Baubeginn erfolgt nach Abschluss der Planungsphase im Frühjahr dieses Jahres.  

Hintergrund Thüringer Netkom:
Die Thüringer Netkom GmbH ist der Telekommunikationsdienstleister der TEAG Thüringer Energie AG. Das Weimarer Unternehmen verfügt über ein hochmodernes Glasfasernetz von über 6.000 Kilometern Länge mit mehr als 200.000 Faserkilometern. Damit betreibt die Thüringer Netkom nach der Deutschen Telekom das zweitgrößte Festnetz in Thüringen. Genutzt wird dieses leistungsfähige Netz nicht nur zur Überwachung und Steuerung des Thüringer Strom- und Erdgasnetzes, sondern auch zur schnellen Datenüber-tragung – etwa für große Internet-Anbieter oder auch Thüringer Universitäten und Wirtschaftsunternehmen. Zudem ist das Unternehmen verstärkt im Privat- und Endkundenbereich aktiv, und bietet dort Breitbandanschlüsse mit bis zu 250 Mbit/Sekunde an.

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Martin Schreiber
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